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Siegburg - Wer einmal die Systemuhren verschiedener
Rechner in Netzwerken miteinander vergleicht, dem
dürfte das Blut in den Adern gefrieren. Zeitabweichungen
von Minuten bis Stunden sind die Regel. Während bei
den Prozessoren höchste Präzision vorausgesetzt wird,
gehen die Rechneruhren oft nach dem Pfandhaus. Wer
als Unternehmer nicht dortselbst landen will, muss
dafür sorgen, dass seine Uhren richtig ticken. Die
Funkuhr NeoClock-II des Siegburger Unternehmens LEUNIG
GmbH stellt automatisch ganze Rechnernetzwerke auf
die gesetzliche Uhrzeit ein. Das funktioniert nicht
nur in Deutschland sondern - je nach eingesetzter
NeoClock-II-Version - auch europaweit.
Was nutzen Datensicherungen, wenn das Backup-Programm
nicht weiß, welche Version einer Datei die neueste
ist? Welchen Wert haben falsch datierte Aktien-Orders
via Internet, wenn die Uhr des Rechners eine Stunde
nachgeht? Wie soll Just-in-Time-Produktion funktionieren,
wenn alle Uhren anders ticken? "Falsch gehende Systemuhren
stellen eine ernsthafte Gefahr für ein Unternehmen
dar, das mit zeitkritischen Anwendungen arbeitet",
warnt Peter Leunig, Inhaber der LEUNIG GmbH. Wer auf
NeoClock-II vertraut, kann solcherlei Unbill getrost
vergessen. Die Funkuhr mit dem Designergehäuse synchronisiert
Rechner und ganze Rechner-Netzwerke ständig automatisch
mit der gesetzlichen Uhrzeit. NeoClock-II empfängt
die Zeit der Atomuhr (DCF77) der Physikalisch Technischen
Bundesanstalt in Braunschweig. Das Signal wird von
einem Sender in Mainflingen nahe Frankfurt/Main ausgestrahlt
und kann innerhalb eines Radius von 1500 Kilometer
empfangen werden. NeoClock-II ist daher in ganz Mitteleuropa
einsetzbar.
Unternehmen, die außerhalb der Reichweite des DCF77
liegen, können NeoClock-II F einsetzen. Diese NeoClock-II
Version empfängt das Zeitsignal des sog. LPTF (Laboratoire
du Temps et de Frequences) mit einer der drei genauesten
Atomuhren weltweit. Es wird von der France Inter über
einen Sender in Allouis, Mittelfrankreich, ausgestrahlt.
Diese Einrichtung versendet das Zeitsignal im Langwellenbereich
mit 162 KHz und einer gigantischen Sendeleistung von
2 Megawatt. Dadurch ist die Reichweite mit 2500 bis
3500 Kilometer deutlich größer als beim deutschen
DCF77. Mit Ausnahme des nördlichsten Skandinaviens
ist NeoClock-II F daher in ganz Europa sowie Teilen
Russlands und Nordafrikas einsetzbar. Das gilt natürlich
auch für die Beitrittskandidaten der Europäischen
Union.
Die Zeitabweichungen zwischen dem französischen France
Inter- und dem deutschen DCF77-Signal sind gering.
Sie liegen im Bereich von millionstel Sekunden. Selbst
wenn das Signal der Atomuhr ausfallen sollte, verfügt
NeoClock über eine hochgenaue interne Quarzuhr, die
theoretisch acht Jahre lang das Rechner-Netzwerk weiter
auf eine synchrone Uhrzeit einstellen kann.
NeoClock-II ist in einem formschönen Design erhältlich.
Für den Einsatz bei widrigen Bedingungen (Hitze, Feuchtigkeit,
chemische Dämpfe) gibt es die NeoClock-II Industrieversion
in einem widerstandsfähigem Metallgehäuse.
Die Funkuhr benötigt keine nennenswerten Systemressourcen.
Unterstützt werden die Betriebs- systeme: Windows
95/98, Windows 2000 bzw. NT 4.x, Novell Netware ab
Version 3.x und OS/2 ab Version 2.1. Der Preis variiert
je nach Anzahl der unterstützten Server-/Client-Systeme.
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Hintergrund
NeoClock gewährleistet zwar "nur"
eine einheitliche Systemzeit in einem Rechnernetzwerk;
doch ein Fehlen dieser Einheitlichkeit verursacht
in der Praxis immer wieder empfindliche Mehrkosten
bzw. Verluste, die im Extremfall die Existenz
eines Unternehmens gefährden können.
Fast zur Normalität in den Unternehmen gehören
die chronisch falsch gehenden Systemuhren, die
nicht nachgestellt werden, unter anderem weil
dies bei Netzwerken mit Hunderten oder Tausenden
von Rechnern ein aussichtsloses Unterfangen darstellt.
Auch gibt es Funkuhren, die sich trotz Atomzeit
um Minuten, Stunden oder Tage, ja Monate verstellen.
Ursache: Beim Senden einer Zeitangabe gehen leicht
einige Bits des Datenpakets verloren; und die
reichlich alten Übertragungsprotokolle, die
gerade mal über drei Parity-Bits verfügen,
verkraften das oft nicht. Sie lassen dann falsche
Zeiten durch, und der Server übernimmt sie
für mindestens eine Minute, nämlich
bis zum Eintreffen des nächsten Datenpakets
- und das kann erneut fehlerhaft sein. Diese Uhren
stellen daher eine ernsthafte Gefahr für
Unternehmen dar, die mit zeitkritischen Anwendungen
arbeiten. Und das sind so gut wie alle Unternehmen...
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