Geschichte
Deie Geschichte der Centronics-Schnitstelle geht
weit zurück in die Geschichte der Computer.
In den späten 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts
(der Microprocessor war gerade erfunden) druckte man
noch entweder mit einer Teletype über die sog
TTY-Schnittstelle mit sagenhaften 11 Zeichen/Sekunde,
über Thermodrucker mittels V.24 und 2400 Zeichen/Sekunde
oder - bei sehr großen Systemen - über
Spezialinterfaces auf riesigen Monsterdruckern.
Für den zu erwartenden Markt preiswerter "Microcomputer"
auf Basis der Mikroprozessoren entwickelte man etwa
1969 in den Wang Labs das Prinzip der Nadeldrucker.Diese
Technologie ermöglichte erstmals presiwerte Drucker
mit einer (für damalige Verhältnisse) hohen
Druckgeschwindigkeit von 80-200 Zeichen/Sekunde. Als
Schnittstelle dafür entwickelte man ein 8-bit
paralleles Interface, das auf der Rechnerseite mit
ca. 4-5 Standard-TTL-Chips preiswert zu realisieren
war. Als Stecker wählte man den 36-poligen CHAMP
von AMP, weil man davon einen Überhang von etwa
20.000 Stück aus der Tischrechner-Produktion
hatte.
1971 entstand als Spin-Off der Wang Labs die Firma
Centronics und wurde sehr schnell mit ihren Druckern
und ihrem Interface (unter dem Namen "Centronics-Interface")
erfolgreich. Sehr schnell wurde es von den vielen
Computerherstellern der gerade entstehenden Mittel-
und und Unterklasse adaptiert. Aber auch "Große"
scheuten sich Mitte der 70er Jahre nicht, ein Centronics-Interface
anzubieten.
Der "Charme" des ursprünglichen Centronics-Interfaces
liegt in der Einfachheit: Es braucht nur 8 Datenbits
vom Rechner zum Drucker, den "Strobe" vom
Rechner um dem Drucker zu sagen, dass die Daten übernommen
werden sollen und eine Rückmeldung vom Drucker,
dass er bereit ist, ein weiteres Zeichen zu übernehmen
Mit diesen paar Signalen funktionierte die Centronics
problemlos und es gab viele Hersteller von "Minimalsystemen"
Alle
Die Firma Centronics wurde 1971 von den Wang Laboratories
abgespalten. Dort war in der zweiten Hälfte der 1969er
eine Parallelschnittstelle für Drucker entwickelt
worden, die später den Namen "Centronics-Schnittstelle
erhielt. Sie war computerseitig einfach zu realisieren
und wurde rasch von etlichen Computerherstellern implementiert
und andere Druckerhersteller übernahmen diese Schnittstelle.
Weil die elektrischen Eigenschaften jedoch nur für
die Druckerseite definiert waren und nicht für die
Rechnerseite, gab es bei den Rechnerherstellern (oft
sogar von Modell zu Modell) die unterschiedlichsten
Varianten und erste Kompatibilitätsprobleme.
|