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Was heißt "Digital Signage"?
Der Ausdruck ist schwer zu übersetzen. Man kann
ihn im Deutschen zum Beispiel mit "Elektronische
Beschilderung" oder "Dynamische elektronische
Beschriftung" bezeichnen. Es geht also darum,
eine Information oder Werbebotschaft an Passanten,
Besucher, Interessenten etc. zu vermitteln. Im Englischen werden in diesem Zusammenhang auch
oft die Begriffe: "Dynamic Digital Signage",
"Narrowcasting", "Datacasting",
"Digital In-Store Merchandising", "Public
Display", "Electronic Display Networks",
"Retail TV", "Captive Audience Networks",
"Digital Media Networks", "Electronic
Billboards" benutzt. Was ist "Digital Signage"?
Digital Signage ist eigentlich bekannt. Ein gutes
Beispiel sind die Monitore auf Flughäfen mit
den aktuellen An- und Abflugdaten. Oder die Displays
mit Werbung, die wir verstärkt in Supermärkten
finden. Neben der rasanten Entwicklung immer kostengünstigerer
TFT- und Plasma-Bildschirme im "Normalformat",
gibt es immer mehr neue Technologien für großformatige,
hochauflösende und bezahlbare Displays einerseits
und - befeuert durch den Handy-Markt - immer winzigere
und nicht minder hochauflösende Displays. Neben dieser technologischen Entwicklung hat der
gesellschaftliche Trend zu ubiquitärer, stets
aktueller Information und die Suche der Unternehmen
nach neuen Formen der Werbung zu einem Markt geführt,
der in den USA dreistellige Wachstumsraten vorweist.
Insider sprechen dort von einer bevorstehenden "Revolution".
Von elektronischen Plakaten über Displays in
Tanksäulen oder Telefonzellen bis hin zu dynamisch
variablen Türschildern in Hotels - die Einsatzmöglichkeiten
scheinen fast unbegrenzt. Sicher liegt der Reiz in
der beliebig variablen Mischung von Information, Entertainment
und Werbung. Das Hauptargument ist jedoch die Kostenersparnis.
Digital Signage soll in den nächsten Jahren billiger
werden als die sog. "Paper Signage" - also
alle Arten von konventionellen Schildern, Plakaten,
etc. Wo wird so etwas bislang eingesetzt?
- In Verkehrssystemen - Flughäfen,
Bahnhöfen, U-Bahnstationen etc.
- Auf öffentlichen Plätzen,
in Museen, Zoologischen Gärten, Behörden
- In Vergnügungsparks
- In Konferenz- und Schulungsräumen
- Bei Präsentationen auf
Messen, in Hotels, Firmengebäuden
- In elektronischen Leitsystemen
(Wegweisern)
- Zur Werbung z.B. in Supermärkten,
Shopping Malls etc. (Retail TV)
- Als "Elektronisches Schwarzes
Brett" in allen denkbaren Anwendungen
- Als elektronische Türbeschilderung
(Door signs) in Konferenz- Hotel- und Firmen-Gebäuden
Aus welchen Komponenten bestehen Digital Signage
Systeme?
Neben den Endgeräten selbst - Monitore, Displays,
Beamer etc. - besteht eine Digital Signage-Lösung
aus drei Elementen: 1. Sog. "Authoring Consoles" - also PCs,
auf denen eine Authoring Software (Content Management
Systeme) die Gestaltung der publizierten Inhalte erlaubt. 2. Einen Content Server, auf den die fertigen Inhalte
hochgeladen und von hier publiziert werden. 3.Eine Infrastruktur zur Verteilung
Die Infrastruktur zur Verteilung der audiovisuellen
Inhalte ist der größte Kostenfaktor eines
Projektes - insbesondere dann, wenn viele Displays
über große Entfernungen gefordert sind.
Konventionelle Systeme sind hier zu aufwändig
und erfordern Fachpersonal.
- Netzwerk-Infrastruktur
(LAN/WAN)
Datennetze sind ideal für eine weiträumige Verteilung.
Sie sind flexibel und ermöglichen z.B. die
Integration von Wireless-Anbindungen. Aber sie erfordern
eine bestehende Netzwerk-Infrastruktur und die Anzeigegeräte
brauchen die Intelligenz eines PCs mit Netzwerkanschluss.
Neben den Kosten erhöht dies die Ausfallwahrscheinlichkeit.
- Glasfaser-Verkabelung
Glasfasern erlauben Strecken bis 10 Kilometer. Sie
benötigen keine Intelligenz in den Displays.
Die Kosten für die nötigen Wandler liegen
jedoch im vierstelligen Bereich je Strecke. Ausserdem
ist die Glasfasertechnik für das Verteilen
(Splitten) von AV-Signalen denkbar ungeeignet.
- CAT5-basierte Verteilung
Extender / Verteiler über CAT5-Kabel erlauben
Strecken von bis zu 300 Meter. Kostengünstig, leicht
implementierbar und flexibel, verbindet CAT5-Technik
im Nahbereich die wesentlichen Vorteile von Faseroptik-
und Netzwerktechnologie: Einerseits unterstützt
die CAT5-Infrastruktur Punkt-zu-Mehrpunkt-Übertragung,
andererseits kommt sie ohne intelligente Anzeigegeräte
aus. Im Kosten/Nutzen-Verhältnis ist diese
Technik unschlagbar. | |