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KVM-FAQs - Allgemein Fragen und Antworten zu KVM-Produkten, -Problemen und
-TechnikenHome > Produkte > KVM-Switches & Extenders > |
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Allgemeines
Was ist KVM (Keyboard Video Mouse)?
Mit KVM bezeichnet man Systeme, welche die Verbindung
von einem Bildschirmarbeitsplatz (auch Konsole oder
Terminal genannt) mit einem Computer betreffen. Neben
Monitor- Maus- und Tastaturverbindungen unterstützen
einige KVM-Systeme auch Audio, serielle Schnittstellen
und USB.
Bei KVM-Gerätetypen unterscheidet man zwischen
KVM-Switches,
KVM-Splittern
und
KVM-Extendern,
die auch gemischt in einem Produkt vorkommen können.
KVM-Produkte sind klassischerweise reine Hardware-Lösungen
und erfordern keine Software. Eine Ausnahme sind "KVM
over IP" Lösungen. Hier ist meist die Konsole
ein PC und kann eine spezielle Software benötigen.
Es gibt jedoch seit Mitte 2006 auch KVM-over-IP Extender,
die reine Hardware-Lösungen sind. Als reine Hardware-Lösungen gelten KVM-Produkte
per se allgemein als unabhängig von Betriebssystem
und Plattform. Dies ist nur teilweise richtig. Unterschiedliche
Betriebssysteme können unterschiedliche Protokolle
erfordern - z.B. bei Maus und Tastatur. Intelligente
KVM-Produkte erkennen dies automatisch und reagieren
durch eine entsprechende Emulation.
KVM-Switche Was sind KVM-Switche?
Sogenannte Keyboard-Video-Mouse-Switches erlauben
die Umschaltung von einer oder mehr Benutzerkonsolen
(Tastatur, Monitor, Maus) und zwei oder mehr PCs bzw.
Servern. Man nennt sie auch Console Switch oder CPU
Switch. Eine typische Konfiguration am Arbeitsplatz und im
Home-Bereich ist eine Konsole und zwei PCs. Bei Rechenzentren
geht dies hinauf bis zu mehreren hundert Servern und
ca. 50 Benutzern. Bei den meisten Anwendungen ist
die Anzahl der PCs/Server größer als die
Anzahl der Benutzer. Es gibt jedoch Ausnahmen, zum
Beispiel bei Call Centern. Wie funktioniert ein KVM-Switch?
Er ist ein mehr oder weniger intelligenter, elektronischer
Schalter, der die Verbindung der Signale von Monitor,
Tastatur und Maus mit dem jeweils angewählten
Rechner herstellt. Das macht er in der Regel auf Anforderung
des Benutzers. Der Benutzer wählt also an, welchen
Rechner er bedienen möchte. Für diese Anwahl gibt es eine Reihe von Bedienungsmöglichkeiten:
- Taste(n) am Gerät
- Das zweimalige Drücken
der "Strg"-Taste ist bei einfachen Umschaltern
weit verbreitet
- Benutzerdefinierbare Hotkeys
mit nachfolgender Nummer (bzw. ID) des anzuwählenden
Rechners
- Umschaltung durch die mittlere
Maustaste
- OSD-Menüs (On-Screen
Display). Dies ist zweifellos die komfortabelste
- aber auch aufwendigste Lösung. Durch Druck
auf einen Hotkey wird auf dem Bildschirm ein Menü
eingeblendet, mit dem man die verfügbaren Rechner
(auch durch Namen) selektieren und anwählen
kann
Die meisten gehobenen KVM-Produkte beherrschen alle
diese Bedienungsmöglichkeiten - und noch mehr.
Sind manuelle, mechanische Umschalter nicht viel
billiger?
Ja, aber es gibt solche Umschalter auch kaum noch,
und das hat gute Gründe. Abgesehen von der mechanischen
Abnutzung und der unkomfortablen Bedienung: Moderne
Betriebssysteme erwarten, dass Maus oder auch Keyboard
ständig angeschlossen sind - ansonsten verweigern
sie den Dienst oder stürzen ab. Ein KVM-Switch
muss also dem Rechner immer "vorgaukeln",
die betreffenden Komponenten wären direkt angeschlossen
- auch dann, wenn in der Tat gerade ein anderer Rechner
angewählt ist. Siehe Kompatibilität. Woher kommen die extremen Preisunterschiede bei
KVM-Switchen?
Es ist richtig, dass es KVM-Switche schon für
€ 50,- (1 auf 2) gibt. Nach oben hin scheint
keine Grenze zu sein. Teilt man den Preis jedoch durch
die Anzahl der anschließbaren Geräte, so
relativiert sich die Preisdifferenz. Betrachtet man
noch die großen Unterschiede in Funktionalität,
Videobandbreite, Komfort und Sicherheit, so sind die
Unterschiede nicht mehr so hoch. | | |
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Matrix-KVM-Switche Warum sind Multi-User (Matrix) Switche so viel
teurer?
Hier können mehrere Benutzer gleichzeitig auf
verschiedenen Rechnern arbeiten. Das heißt,
diese Switche bestehen aus einer Schalter-Matrix,
wo für jeden Benutzer und jeden Rechner ein Schaltelement
vorhanden ist. Diese Schaltelemente bestehen wiederum
aus einer Reihe einzelner Schalter - für Video
(RGB und SYNC), die Maus-Signale und die Tastatur-Signale.
Diese Schaltelemente sind relativ teuer, besonders
die Schalter für die Video-Signale bei hohen
Bandbreiten. Ein KVM-Switch 1 Benutzer auf 16 Server braucht
sechzehn solcher Schaltelemente. Ein KVM-Switch 4
Benutzer auf 16 Server hat nicht einfach 3 Anschlüsse
mehr, sondern braucht das Vierfache, also 64 solcher
Schaltelemente. Was passiert bei Matrix-Switchen, wenn zwei Benutzer
auf den gleichen Rechner gehen wollen?
Bei wohl allen Herstellern gibt es die Möglichkeit,
die gleichzeitige Benutzung von Maus oder Tastatur
zu blockieren. Sonst würde es Chaos geben. Der
erste Benutzer reserviert also die Bedienung für
sich. Siehe auch
KVM-Splitter. Was passiert, wenn Benutzer-Konsolen mit unterschiedlichen
Maus- und Tastatur-Typen arbeiten?
Ernsthafte Produkte haben damit kein Problem. Bei
seriellen Mäusen sollte man Einschränkungen
machen. Was passiert, wenn die Rechner unterschiedliche
Bildschirmformate haben?
Das ist keine Sache der KVM-Switches. Diese geben
die Bildschirmsignale unverändert weiter (Ausnahme
OSD). Es passiert dasselbe, wie wenn man im Betrieb
die Bildschirmauflösung verändert. Der Bildschirm
flackert und synchronisiert sich neu. OSD-Anzeigen
verändern dabei ihre Größe, aber das
ist in der Regel kein Problem. | | |
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Kaskadierung Wie funktioniert das?
Fast alle Hersteller bieten heute Kaskadierungsmöglichkeiten
an. Bei der Kaskadierung muss man deutlich unterscheiden
zwischen a) Single-User Switchen und b) Multi-User
Switchen. Single-User Switch
Hier geht es darum, einem Benutzer mehr Rechner zugänglich
zu machen, als das Gerät an Rechneranschlüssen
verfügbar hat. Also schließt man ein zweites
Gerät an einen der Rechnerports des ersten Switches
(sog. Root Switch) an. Braucht man mehr Rechner, schließt
man weitere Switches an weitere Ports des Root Switch
(oder Base Switch) an. Die Geräte hinter dem
Root Switch nennt man "Level 2" oder Slaves.
Reicht auch das nicht mehr, schließt man weitere
Switches an die Level 2 Switches an usw. Viele Systeme
unterstützen 2-4 Kaskadierungsebenen. Wie funktioniert das?
Je nach Bedienungs-Konzept des Herstellers erkennt
der Root-Switch, dass hier ein nachgeordneter Switch
gemeint ist und signalisiert dem nächsten Switch
(meist über die Keyboard-Schnittstellen), welchen
Rechner-Port er zu nehmen hat usw. Multi-User Switch
Hier wird es problematischer, denn man will ja mit
mehreren Benutzern gleichzeitig auf dem nachgeschalteten
KVM-Switch arbeiten. Also legt man zwischen den Switchen
mehrere Verbindungskabel - so viele, wie man an gleichzeitigen
Zugriffen auf die nachgeschalteten Rechner (oder auch
weitere Switche) zulassen will. Diese Verbindungsleitungen
werden vom Switch selbsttätig verwaltet. Ist
die erste Leitung besetzt, nimmt er die nächste
usw. Findet er keine freie Leitung, so signalisiert
er das dem Benutzer. Dieser muss dann so lange warten,
bis eine Leitung frei wird. Auch das Freischalten
funktioniert meist automatisch durch den Switch.
Wie bedient man so etwas?
Nun, bei einer Kaskadierung und ab 16 Rechnern insgesamt,
wird die Bedienung per Hotkey doch recht unkomfortabel.
Die beste Lösung ist hier ein OSD-Menü.
Da kann man den Rechner mit einem Namen versehen und
über diesen Namen anwählen. OSD hat noch
viele andere Vorteile: Man erhält Meldungen in
Klartext, z.B. "Rechner gerade besetzt".
Es wird angezeigt, auf welchem Rechner man gerade
ist - sehr wichtig! Noch ein Grund für OSD: Größere
Systeme müssen doch recht aufwendig konfiguriert
werden (Passwort usw.). Das ist ohne OSD sehr mühsam
und fehlerträchtig. | | |
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Konfiguration Wozu braucht man das?
Ein einfacher Switch muss in der Regel nicht konfiguriert
werden. Je professioneller das System, umso mehr Parameter
sind einstellbar. Einfachstes Beispiel ist die Einstellung
der zu verwendenden Hotkeys und das Passwort. Hinzu
kommt eine Reihe von möglichen, mehr oder weniger
sinnvollen Einstellungen - vom Timeout bei konkurrierendem
Zugriff bis hin zur Farbe der OSD-Menüs. Bei
Multi-User Kaskadierung müssen noch die einzelnen
Verbindungspfade (Kabel) zwischen den Switches eingetragen
werden. Wo wird die Konfiguration gespeichert?
In der Regel im nichtflüchtigen Speicher des
Switches. Bei Kaskaden meist im Root Switch. Was passiert, wenn die Konfiguration verloren
geht, z.B. bei Defekt des Root Switches?
Professionelle Systeme bieten die Möglichkeit
eines Downloads und Uploads der Konfiguration - z.B.
über eine serielle Schnittstelle. Teilweise können
diese Daten sogar in Exel-Format konvertiert werden. | | |
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Sicherheit
Wozu braucht man das?
Bei größeren Systemen soll in der Regel
nicht jeder Benutzer auf jeden Server zugreifen können
und man will auch vermeiden, dass unautorisierte Personen
überhaupt einen Zugriff auf die Server haben. Wie funktioniert das?
Meist gibt es ein Administrator-Passwort. Der Administrator
gibt die Passwörter der User vor, trägt
die für diese User freigegebenen Server ein und
stellt die grundsätzlichen Parameter des Systems
ein. Die User haben oft noch die Möglichkeit,
selbst individuelle Einstellungen vorzunehmen. Ein
User muss sich also mit seinem Passwort einloggen,
um in das System und an die für ihn freigegebenen
Server zu kommen. Er kann sich explizit ausloggen
oder wird nach einer (meist einstellbaren) Zeit ohne
Aktivität automatisch ausgeloggt. Wie sicher ist das?
So sicher wie der Raum, in dem der oder die KVM-Switches
stehen. Weil der KVM-Switch nicht aktiv mit den Servern
kommuniziert, kann er nur über die Nummer des
KVM-Ports identifiziert werden, an das er angeschlossen
ist. Es kann also ein Böswilliger einfach durch
Umstecken der Kabel von einem Server auf den anderen
einen unautorisierten Zugriff erhalten. | | |
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Bildschirmqualität Wodurch wird die Bildschirmqualität beeinflusst?
Ein wesentlicher Faktor sind die internen Video-Chips
(Video-Schaltelemente und Eingangs-/Ausgangs-Treiber).
Hier gibt es erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede,
besonders bei hohen Videobandbreiten.
Hinzu kommt die Länge und Qualität der Video-Kabel. Wie hängt die maximale Auflösung mit
der Videobandbreite zusammen?
Es gibt eine grobe Faustregel: Horizontale Auflösung x Vertikale
Auflösung x Refresh-Rate
= benötigte Videobandbreite Dabei ist anzumerken, dass fast alle Hersteller nicht
angeben, wie diese Bandbreite gemessen wurde und welche
Toleranzen innerhalb der angegebenen Bandbreite eingehalten
werden. Außerdem spielt es eine Rolle, wie der
Kurvenverlauf oberhalb der spezifizierten Bandbreite
weiter geht. Also sollte man mit diesen Angaben etwas
vorsichtig sein. Es ist durchaus möglich, dass
ein Produkt mit niedrigerer Bandbreite ein besseres
Bild liefert. Wie definiert sich dann die Bildqualität?
Aus der angegebenen Auflösung?
Ein interessanter Punkt. Bildqualität, oder besser
gesagt: die empfundene Minderung der Bildqualität
eines Systems durch eine zusätzliche Komponente
- ist letztlich auch subjektiv und fließend.
Sie ist messtechnisch schwer fassbar und hängt
stark vom Basissystem (Grafik-Karte und Monitor) ab.
Ein seriöser Anbieter wird hier eher Reserven
einplanen, während Andere ihre Spezifikation
so ansetzten, dass "es gerade noch geht".
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Kompatibilität Braucht man für einen KVM-Switch besondere
Software?
Nein. Es gibt jedoch größere Systeme, wo
eine Zusatzsoftware zur Konfiguration und Administration
mitgeliefert wird. Woran liegen die Kompatibilitäts-Probleme
einiger Switches?
Die Anforderungen an professionelle KVM-Switches sind
größer als man auf Anhieb vermuten würde.
Moderne Betriebssysteme (oder Treiber) fragen Maus-
und Tastaturtyp (teilweise auch den Monitor) beim
Booten - aber teilweise auch ständig ab. Ein
moderner KVM-Switch muss also a) auf der Benutzerseite
bestimmte Maus- und Tastatur-Typen erkennen und sich
b) auf der Serverseite entsprechend verhalten - sog.
Maus-Emulation. Mehr noch, er muss es auch dann tun,
wenn der Server gerade nicht mit einem Benutzer verbunden
ist! Wenn dem Server im Betrieb plötzlich das Maus-Signal
fehlt, kann er u.U. den Dienst verweigern. Darum gehen
einige große KVM-Switche noch weiter. Es wäre
in kritischen Anwendungen fatal, wenn der KVM-Switch
eine Fehlfunktion hat oder ihm der Strom ausfällt
und deshalb die Sever nicht weiterlaufen. Darum verpasst
man bei professionellen KVM-Geäten jedem Server
einen eigenen autonomen Prozessor für die Maus-Emulation,
der über die Tastatur- und Mausschnittstelle
vom Server mit Strom versorgt wird. Ein weiterer Punkt ist der DDC-Channel.
Ebenso der Länder-Code bei SUN Tastaturen. Ist ein KVM-Switch abhängig vom Betriebssystem?
Eher ja. Jedes Betriebssystem hat eigene Methoden,
die angeschlossenen Geräte abzufragen. Ein guter
KVM-Switch von heute emuliert die Maus und das Keyboard
durch die Intelligenz seines internen Prozessors.
Mitunter erkennt er sogar das Betriebssystem, welches
ihn gerade abfragt. Können KVM-Switche auf zukünftige Betriebssystemanforderungen
angepasst werden?
Hochwertige Produkte haben heute die Möglichkeit,
ein Flash-Upgrade zu machen. Ist ein KVM-Switch abhängig von der Plattform?
Ja. PC, MAC und SUN sind hier sehr unterschiedlich.
Das betrifft seltener das Monitor-Signal, aber Keyboard
und Maus. Es gibt hier unterschiedliche Switche oder
sogenannte Multiplattform-Switche, die sich an die
Plattform anpassen lassen. Meist muss man aber zusätzliche
Kabel-Adaptionen durchführen. Wozu braucht man den DDC-Channel?
Der DDC Channel wird in letzter Zeit (Stand Ende 2007) immer wichtiger. Über den DDC-Channel (Display Data Channel) kommunizieren
PC und Monitor miteinander - z.B. für Plug&Play.
Bislang reichte es bei vielen Anwendungen aus, den Monitor-Typ manuell zu installieren und z.B. die Auflösung manuell zu wählen.
Bei einigen neueren Konfigurationen ist jedoch ein funktionierender DDC-Channel unumgänglich - sonst kann man beispielsweise eine ungewöhnliche Monitorauflösung nicht einstellen - auch dann, wenn der Monitor sie beherrscht. Darum
unterstützen mehr und mehr KVM-Switches
und KVM-Extender den DDC-Channel. Kann man KVM-Produkte verschiedener Hersteller
mischen?
Theoretisch ja, in der Praxis kann es jedoch Probleme
geben und man sollte das zumindest ausprobieren. Das
liegt z.B. daran, dass bestimmte Hotkey-Kombinationen
vom vorgeschalteten Gerät selbst benötigt
- und damit nicht weitergegeben werden. Hier kann
man sich durch Umkonfigurieren des betr. Hotkeys meist
helfen. Als weiteres Beispiel gibt es auch Geräte,
die sich bei der Tastatureingabe darauf verlassen,
dass diese sie langsam, mit "menschlicher"
Geschwindigkeit erfolgt. Andere Geräte geben
Tasten-Sequenzen mit hoher Geschwindigkeit aus. Schaltet
man solche Geräte hintereinender, gehen eventuell
Tasteneingaben verloren. | | |
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KVM-Kabel Wie lang dürfen KVM-Kabel sein?
Das muss man differenziert beantworten. Video-Kabel
sind kritisch, weil hier eine hohe Bandbreite sauber
übertragen werden muss. Es hängt stark von
der verwendeten Video-Karte, der verwendeten Auflösung
und der Kabelqualität ab. Hier gibt es große
Unterschiede. Je nach Komponenten beträgt die
maximale Länge zwischen 5 Meter und 30 Meter.
Keyboard und Maus sind von der Bandbreite her eigentlich
unkritisch. Da jedoch auch die Stromversorgung über
das (meist sehr dünne) Kabel erfolgt, ist die
Länge eher durch den Spannungsabfall der Versorgungsspannung
im Kabel begrenzt. Es hängt also davon ab, wieviel
Strom das jeweilige Keyboard bzw. die Maus verbrauchen
und bei welcher Mindestspannung sie noch sicher arbeiten.
Bei Tastaturen und Mäusen kann man bei normalen
Kabeln mit ca. 8-10 Metern rechnen. Bei Spezialkabeln
oder zwischen zwei Geräten mit eigener Stromversorgung
- z.B. KVM-Switch und Server - liegt die maximale
Länge bei ca. 20 Metern. Was passiert, wenn die Kabel zu lang sind?
Auch hier muss man wieder differenzieren. Bei Video-Kabeln
wird mit steigender Länge das Monitorbild kontinuierlich
immer unschärfer. Wann das Bild "unzumutbar"
schlecht wird, ist letztlich subjektiv.
Bei zu langen Maus- und Tastatur-Kabeln wird die Funktion
zunehmend unsicherer. Keyboard- oder Maus-Eingaben
sind teilweise falsch, werden unterdrückt oder
durch Störungen in der Umgebung ungewollt ausgelöst. Worauf muss man also beim Kauf von KVM-Kabeln
achten?
Bei den üblichen Keyboard-/Mauskabeln (PS/2)
gibt es relativ geringe Qualitätsunterschiede.
Sie sind meist recht preiswert und in großen
Stückzahlen in Fernost produziert. Bei Längen
über 8-10 Meter sollte man auf Spezialkabel setzen.
Bei Monitor- und Video-Kabeln gibt es erhebliche
Qualitäts- und Preisunterschiede. Das fängt
beim Kabelmaterial an: Hier sollten Sie unbedingt
auf sog. "3-fach Koax"-Material bestehen.
Auch bei kurzen Kabeln von 1 Meter oder weniger. Doch
auch bei "3-fach Coax" gibt es noch erhebliche
Unterschiede in Material und Verarbeitung und damit
im Preis. Von außen ist das jedoch nicht unbedingt
zu erkennen. Je länger das Kabel sein soll, um
so besser muss es sein. Darum werden passive, lange
Video-Kabel ab gewissen Längen teurer als eine
"aktive" Lösung - z.B. mit CAT5-Extendern. Wozu dienen diese zylinderförmigen Verdickungen
bei manchen Monitorkabeln?
Dabei handelt es sich um Ferritringe. Sie sollen die
elektromagnetische Abstrahlung verringern - Stichwort
CE-Grenzwerte. Auf die Bildschirmqualität haben
sie - wenn überhaupt - einen eher negativen Einfluss. | |
| Typische Störungen bei
Video-Kabeln |
Schattenbildung
Ursache: Meist Reflexionen an den Kabelenden durch
falsche Impedanz des Kabelmaterials oder falschen
Anschluss bzw. Fehlen der Koax-Leitungen. Oder:
Unebener Frequenzgang der Übertragungskette
innerhalb der Videobandbreite - warum auch immer. |
Farbränder
Ursache: Unterschiedliche Laufzeiten (Skew) der
drei Farbsignale (RGB) durch unpräzise Fertigung
des Kabelmaterials. |
Unscharfe Kanten (grau)
Ursache: Zu hohe Dämpfung des Kabelmaterials
bei hohen Frequenzen. |
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Wellenförmige Verzerrungen
Ursache: Schlechter Schirm, mangelhafte Erdungsverhältnisse
der Installation oder starke Magnetfelder entlang
des Kabels. |
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Kombi-Kabel
Neuerdings gibt es auch sog. Kombi-Kabel oder All-In-One-Kabel.
Der Hauptvorteil liegt darin, dass man nicht drei
Kabel verlegen muss, sondern nur eins. Bei den meisten
Kombikabeln werden einfach die drei Kabel "zusammengeklebt".
Das hat den Nachteil, dass diese Kabel sehr sperrig
und unflexibel sind. Bei Rechenzentrumslösungen,
wo man um jeden Platz im 19" Rack kämpfen
muss, sind diese Kabel eigentlich unzumutbar. Darum
gibt es jetzt auch Kombi-Rundkabel, die wesentlich
dünner und flexibler sind. Die sind für
professionelle Anwendungen gedacht und etwas teurer.
Teilweise haben diese auch verstärkte Adern für
die Maus- und Tastatur-Versorgung. Es gibt sie bis
zu 20 Meter Länge. | |
| TIPP |
| Binden Sie Video- oder Kombikabel
nicht am 19" Rack oder anderen Metallteilen
fest. Es könnte den Skew der Video-Signale
erhöhen. Wenn schon nötig, ziehen Sie
nicht zu fest an und/oder legen Sie 2-3 mm Kunststoff
unter. |
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KVM-Splitter KVM-Splitter sind das Gegenteil von KVM-Switches.
Mit ihnen können mehrere alternative Bedienplätze
an einen PC (oder KVM-Switch) angeschlossen werden.
Theoretisch könnten dabei alle angeschlossenen
Bedienplätze gleichzeitig Tastatur-Eingaben machen
und die Maus bewegen. Das könnte zu Chaos führen.
Um das zu verhindern, werden Maus und Tastatur der
Bedienplätze gegeneinander verriegelt (sog. Contending
Ports - sich bewerbende Anschlüsse). Dabei wird
der Ausgang zum Rechner für den Bedienplatz reserviert,
bei dem zuerst Maus oder Tastatur betätigt wurde.
Nach einer (teilweise einstellbaren) Zeit ohne Aktivität
an diesem Bedienplatz wird der Ausgang wieder freigegeben.
Den gesperrten Bedienern wird meist signalisiert,
das der Rechnerport besetzt ist, oft durch Blinken
einer LED an der Tastatur oder eine OSD-Meldung auf
dem Bildschirm. Der Bildschirm-Inhalt ist meist auch
für die momentan gesperrten Bedienplätze
sichtbar. Es gibt jedoch Geräte, wo dieses unterdrückt
werden kann (z.B. wegen Sicherheit oder Diskretion). KVM-Splitter sind funktional auch in Multi-User KVM-Switchen
enthalten, nämlich dann, wenn zwei Benutzer auf
denselben PC bzw. Server zugreifen wollen. | | |
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KVM über Funk / Wireless KVM Wireless KVM ist eine verständliche Forderung
hauptsächlich der Home User. Mit KVM-over-IP
Technologie ist es im WLAN durchaus schon jetzt problemlos
machbar. Dem professionellen Anwender ist die
Bandbreite im WLAN zu kostbar - hat er doch eine ausreichende
Verkabelungsstruktur mit viel Reserven für solche
Zwecke. Dem Home User werden allerdings die Komponenten
zu teuer und der Bildschirmaufbau zu langsam sein. Eine interessante Alternative könnte in Zukunft das DisplayLink sein. Es überträgt die Bildschirmdaten mit hoher Geschwindigkeit über USB. Keyboard und Maus sollen folgen und es wird demnächst auch mit Wirelesss USB von Alereon zusammenarbeiten. | | |
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KVM Switch per Software Neben der klassischen Software zur Fernadminstration
- beisplielsweise Carbon Copy und VNC gibt es neuerdings
auch KVM-Switching auf Basis von Software. Dabei außer
dem vorhandenen Netzwerk keine Hardware nötig.
Ein Rechner dient als Terminal für etliche andere
Rechner. Diese sehr preiswerte Lösung gibt es
sogar für zwei Monitore. Sie ist besonders für
Home-Anwendungen interessant die sowieso vernetzt
sind und braucht keine zusätzlichen Kabel. Natürlich
hat man dabei keinen Zugriff auf Bios-Ebene, das Video
ist nicht ganz Real-Time und das Netzwerk wird etwas
mit den Video-Daten belastet. | | |
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