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Allgemeines
Warum gehen PC- und Server-Uhren falsch?
Nur soviel zu diesem Thema: Der Grund liegt nicht
so sehr - wie häufig angenommen - in der Hardware
(CMOS-Uhr). Es wäre absurd anzunehmen, dass z.B.
die Hersteller von Servern nicht in der Lage wären,
die Genauigkeit billiger Armbanduhren zu erreichen.
Warum gehen manche DCF77-Uhren manchmal falsch?
Nun, solche Uhren lassen sich unter anderem auch sehr
einfach realisieren. Man braucht dazu nur ein paar
Bauteile zusammenzulöten und schon funktioniert
es - meistens jedenfalls. Wenn solche "Primitiv-Funkuhren"
guten und ungestörten Empfang haben, funktionieren
sie auch ganz gut. In der Praxis jedoch wechselt der
Empfang durch wechselnde Einflüsse und es kommen
Störungen hinzu. Dann kann die "scheinbar
empfangene Zeit" dramatisch falsch sein - nicht
nur um Sekunden, sondern Minuten, Stunden, Monate
oder Jahre. Solche Störungen zu filtern und (wenn
das Filtern nicht funktioniert) als solche zu erkennen
und zu unterdrücken, kann sehr viel Aufwand erfordern.
Der Aufwand wächst überproportional mit
der geforderten Sicherheit der ausgegebenen Zeit.
Warum muß man eine Funkuhr ausrichten?
Das liegt an der Langwelle und an der bei Funkuhren
zumeist verwendeten Ferritantenne. Wollte man diese
sehr kompakte Ferritantenne durch "klassische",
weniger richtungsempfindliche Antennen ersetzen, so
müsste man Drähte von zig Metern Länge
spannen, was völlig unpraktikabel ist.
Kann man eine Funkuhr-Antenne nach dem Kompass
ausrichten?
Theorisch ja, aber nur auf freiem Feld. In der realen
Situation von Gebäuden gibt es viele Einflüsse
(metallene Gegenstände), die die Feldlinien verbiegen
und die optimale Ausrichtung verändern.
Wie groß ist der Einfluß der Ausrichtung?
Bei einer Fehlausrichtung von 90 Grad bzw. 270 Grad
wird das empfangene Signal zu praktisch Null. Fehlausrichtungen
von 45 Grad sind bei guter Empfangslage meist noch
unkritisch.
Warum verwendet NeoClock die serielle Schnittstelle
und nicht z.B. USB?
Die serielle Schnittstelle nach V.24 ist einfach ideal
für diese Anwendung geeignet. Man kann sie fast
beliebig verlängern und sie erzeugt selbst kaum
Störungen im Langwellenbereich. USB hat seine
Grenze bei einer Kabellänge von 8 Metern und
ist ziemlich störungsbehaftet. Ähnliches
gilt für andere Schnittstellen.
Die langsame Übertragung über V.24 beeinträchtigt
doch die Genauigkeit der Uhrzeit?
Nein, die Übertragungszeit ist konstant und kann
somit sehr genau kompensiert werden.
Ein Mitbewerber behauptet, dass die serielle Schnittstelle
die Genauigkeit auf 1 Sekunde begrenzt?
Das ist barer Unsinn. Siehe vorige Frage. Es mag
Funkuhren geben, für die das gilt, für die
NeoClock trifft es jedenfalls nicht zu.
Derselbe Mitbewerber behauptet, die serielle Schnittstelle
belaste die Systemperformance?
Auch das ist nicht richtig. Die NeoClock z.B. benötigt
ca. 1000 mal weniger Systemperformance als ein 56K
Modem.
Wie genau ist diese NeoClock?
Nun, die NeoClock Hardware ist sehr genau (ca. 10
Millisekunden). Man unterscheidet hier zwischen Langzeit-Genauigkeit
und Kurzzeit-Genauigkeit.
Die Langzeit-Genauigkeit wird bestimmt durch
die Atomuhren, die hinter dem jeweiligen Zeitsystem
stehen, also so genau, dass wir uns das kaum vorstellen
können.
Bei der Kurzzeit-Genauigkeit hängt es sehr vom
Betriebssystem und dem jeweiligen Netzwerk (Laufzeit,
Auslastung e.t.c.) ab. Wir schätzen unter Windows
und Netware eine maximale Ungenauigkeit von +/- 1
Sekunde. Im Schnitt ca. 300-500 Millisekunden. Unter
UNIX / LINUX kann die Genaugkeit im Durchschnitt auf
+/- 10 Millisekunden und unter bestimmten Umständen
mehr gesteigert werden. Man muss dazu jedoch die Laufzeit
vom Sender zum Empfänger kompensieren.
GPS ist doch noch viel genauer - warum gibt es
keine NeoClock für GPS?
Es wird irgendwann eine NeoClock für GPS oder
Galileo geben. Richtig, GPS ist in der Kurzzeitgenauigkeit
unübertroffen (Mikrosekunden). Dabei bleibt die
Frage, ob man diese Genauigkeit braucht und wie genau
die Information von dem Empfänger an den Server
und das Netzwerk übermittelt werden kann. GPS
hat jedoch zwei schwerwiegende Nachteile:
1. Es ist relativ aufwendig und damit teuer.
2. Die Antenne muss im Aussenbereich montiert werden
und zwar so, dass möglichst viele Satelliten
in Sichtweite sind. Das heißt also meist oben am
Gebäude. Das bedeutet einen hohen Verkabelungsaufwand.
Schlimmer noch sind die Aspekte des Blitzschutzes.
Man bedenke, dass das betreffende Kabel direkt in
den Serverraum geht. Man hat hier so eine Art "Blitzfänger"
für die Server. Blitzschutzexperten würden
hier die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Der Hauptvorteil von GPS ist, dass man es weltweit
einsetzen kann. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten,
dass GPS eine militärische Einrichtung der US
Navy ist, die freundlicherweise in "Friedenszeiten"
für zivile Zwecke freigeschaltet wurde.
Die geplante zivile europäische Alternative "Galileo"
wird noch eine Weile benötigen.
Aufstellung der Uhr
Was ist bei dem Aufstellungsort zu beachten?
NeoClock ist durch das "Doppel-Antennen-Prinzip" sehr unkritisch. Trotzdem sollte man einige Punkte beachten, die mit der Natur der Langwellen zu tun haben.
- Stahlbetonbauten sind recht unkritisch. Hier sollte man jedoch Innenräume und Kellerräume meiden
- Gebäude mit Stahlblechfassade sind kritisch (Aluminium- und Kupfer-Fassaden sind weniger kritisch)
- Der Hauptfeind der Langwelle sind PCs und Monitore - Mindestabstand 2 Meter einhalten
Idealer Aufstellungsort ist Wandmontage in 2 Metern
Höhe an einer Innenwand, ca. 1 Meter von einer
Außenwand entfernt (wegen Blitzschutz) - aber
in Fensternähe.
- Abstand halten zu Kabeltrassen
(Mindestabstand ca. 50 cm) und größeren
Objekten aus Stahl, wie z.B. 19" Racks (Mindestabstand
1 Meter)
Was ist bei Serverräumen zu beachten?
Serverräume sind oft Innenräume. Außerdem
sind sie durch die Anhäufung von Technik mit
Störungen (EMV) ziemlich "belastet".
Suchen Sie einen benachbarten Außenraum mit
Fenstern.
Unter welchen Umständen ist Außenmontage
nötig?
- Bei Gebäuden mit geschlossener Stahlblechfassade ohne die Möglichkeit einer fensternahen Montage
- Bei Gebäuden mit starken elektrischen Störern (z.B. Produktionshallen)
- In großer Entfernung zum Sender
Was ist dabei zu beachten?
Die NeoClock sollte weiter unten am Gebäude befestigt
werden. Eine Anbringung in großer Höhe
ist unnötig und aus Gründen des Blitzschutzes
gefährlich. Man sollte die Nähe zu metallischen
Fassaden, Regenrohren und besonders zu Blitzableitern
vermeiden.
Gibt es geografische Regionen mit Empfangsproblemen?
Theoretisch nein. Lediglich tiefe, enge Täler
dürften Probleme machen. Es könnte auch
sein, dass größere Seen das Empfangssignal
entweder abschwächen oder verstärken.
Seitenanfang
DCF77 oder TDF?
Wann sollte man statt DCF77 das TDF benutzen?
Wenn der Aufstellungsort Deutschland ist, sind beide
Systeme völlig gleichwertig. Bei Filialen im
ferneren Ausland ist das TDF-System zu bevorzugen.
Welches System ist besser?
Diese Frage kann man nicht beantworten. Beide Systeme
sind viel besser, als wir es in der EDV je brauchen
und mit normalen Mitteln messen können. Bei beiden
stehen dahinter die genauesten Atomuhren der Welt.
Die Abweichungen liegen im Bereich von millionstel
Sekunden. Die Verfügbarkeit beider Sender ist
weltweit Spitze.
Das DCF77-System arbeitet mit Amplitudenmodulation,
während das TDF-System mit Phasenmodulation arbeitet.
Letztere ist theoretisch etwas unempfindlicher gegen
elektromagnetische Störungen und in der Kurzzeit-Genauigkeit
etwas besser. Aber das liegt im Bereich weniger Millisekunden.
Der Haupt-Unterschied liegt in der Leistung der Sender
und damit der Reichweite. TDF ist hier deutlich überlegen.
Mehr
Informationen auf unserer Vergleichsseite.
Kann man mit der NeoClock-D auch die Signale des
TDF-Senders der France Inter empfangen und umgekehrt?
Nein, beide Systeme sind leider völlig inkompatibel.
DCF77 ist ein reiner Zeitsender - TDF ist ein Rundfunksender,
dem das Zeitsignal aufmoduliert ist. NeoClock-D und
NeoClock-F haben ganz unterschiedliche Empfänger.
Der TDF Empfänger braucht zur Demodulation eine
Art Signalprozessor, der DCF77-Empfänger jedoch
nicht. Das Datenformat auf der seriellen Schnittstelle
- und damit zur NeoClock Software - ist jedoch identisch.
Funkuhr oder Internet?
Wozu brauche ich eine Funkuhr, wenn ich die Zeit über NTP im Internet bekommen kann?
Abgesehen von Sicherheitsaspekten, ist die Zeit über
NTP im Internet nicht ganz unproblematisch. Für
private PCs mag das reichen, für kommerzielle
Anwendungen nicht. Mangelhafte Verfügbarkeit
und Abweichungen von bis zu einem Jahr (siehe Zitat
unten) sind doch wohl indiskutabel.
Einen guten Überblick über das NTP gibt es auf der Website der University of Delaware unter "NTP FAQ". Dort wurde in den 80er Jahren das NTP von Dave Mills entwickelt.
| Das Zitat aus einer Studie von dort sollte doch zu denken geben: "Reality suggests that not all NTP servers work as designed in theory. In fact there was a high percentage of stratum-1 servers with a bad time: Over 30% of the active stratum-1 servers had a clock error of over 10 seconds, and a few even had an error of more than a year. The author of the survey says: "Only 28% of the stratum 1 clocks found appear to actually be useful." |
NeoClock HARDWARE
Wozu braucht man zwei Antennen?
1. Dadurch wird die Aufstellung deutlich vereinfacht.
Die sonst nötige, lästige Ausrichtung entfällt.
2. Wichtiger noch: Die optimale Ausrichtung der Antenne
kann sich durchaus ändern (atmosphärische
Veränderung, vorbeifahrende Fahrzeuge, veränderliche
Metallgegenstände in der näheren Umgebung
- z.B. 19" Racks). Durch die beiden Antennen,
deren Signale ständig miteinander verglichen
werden, hat man praktisch eine Antenne, die immer
optimal ausgerichtet bleibt.
Kann das Anschlusskabel des NeoClock-Empfängers
verlängert werden?
Ja, dieses Kabel kann mit einem Verlängerungskabel
auf bis zu 100 Meter verlängert werden. Verwenden
Sie dafür ein abgeschirmtes Kabel (wie üblich
bei V.24-Schnittstellen).
Wie kann man den Empfang des DCF77- oder TDF-Signals
überprüfen?
Zwei LEDs ermöglichen die Überprüfung
des NeoClock-Empfängers. Die rot blinkende LED
deutet auf die richtige Funktion der Elektronik des
Empfängers. Das Leuchten der grünen LED
bedeutet einen fehlerfreien Empfang des Signals
Seitenanfang
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NeoClock SOFTWARE Windows
Unter Windows - welcher PC kann zum Time-Server erklärt werden?
Jeder PC unter Windows 95/98, Windows 2000 (Workstation
oder Server) oder Windows NT 4.0 (Workstation oder
Server) kann als Time-Server dienen.
Unter Windows - kann die Synchronisation automatisch oder manuell geschehen?
Auf dem Time-Server:
Sowohl als auch, in der NeoClock-Systemsteuerung kann die Option "Automatisch" wahlweise aktiviert oder deaktiviert werden.
Auf dem Time-Client:
Die Synchronisation läuft automatisch. Wenn das Synchronisationsprogramm gestartet ist, fordert es regelmäßig eine Synchronisation vom Time Server an. Der Zeitabstand ist einstellbar zwischen 5 und 999 Minuten.
Übernimmt das NeoClock-Synchronisationssystem automatisch die Umstellung auf Sommerzeit?
Ja, die automatische Umstellung auf Sommerzeit (bei
richtigem Empfang des DCF77-Signals!) wird übernommen,
wenn die Option Sommerzeitübernahme in der NeoClock-Systemsteuerung
gewählt wurde.
Kann das NeoClock-Synchronisationssystem den Computer
mit der Zeit eines anderen Meridians synchronisieren
(z.B. Greenwich)?
Ja, eine Zeitverschiebung von -12 bis +12 Stunden kann in der NeoClock-Systemsteuerung eingestellt werden.
Kann das NeoClock-Synchronisationssystem mehrere Workstations oder Server in einem lokalen (LAN) oder erweiterten (WAN) Netz synchronisieren?
Ja, das NeoClock-Synchronisationssystem basiert auf einer Client/Server Architektur und jede Workstation oder jeder Server kann zum Time-Server erklärt werden. Die anderen Workstations oder Server können sich dann regelmäßig mit dem Time-Server synchronisieren (Die Anzahl der Time-Clients ist lizenzabhängig).
Welche Protokolle werden von dem NeoClock-Synchronisationssystem verwendet?
Die Programme (oder Dienste) unterstützen die
"routefähigen" Protokolle TCP/IP und
IPX/SPX.
Ist die Synchronisation auch möglich, wenn der Time-Server nur über einen Router erreichbar ist?
Ja, denn die Programme und Dienste verwenden die "routfähigen" Protokolle TCP/IP und IPX/SPX.
In welchem Zeitabstand kann sich ein Time-Client mit einem Time-Server synchronisieren?
Unter Windows kann der Abstand zwischen 5 und 999 Minuten in der NeoClock-Systemsteuerung eingestellt werden. Unter Novell erfolgt die Synchronisation bei jedem Einloggen.
Kann bei vorübergehend gestörtem Empfang des DCF77-Signals (elektromagnetische Störungen, Gewitter, ...) der Computer trotzdem weiter synchronisiert werden?
Ja, wenn in der NeoClock-Systemsteuerung die Option "Quartzuhr" angewählt wurde. In diesem Fall wird dann der Server/Computer mit der Quarzuhr des NeoClock-Empfängers synchronisiert. Bei ungestörtem Empfang wird selbstverständlich die Atomzeit verwendet.
Wie kann man die Zeit-Synchronisation überprüfen?
Nach dem Start des Synchronisationsprogrammes erscheint
ein kleines Uhren-Symbol in der Taskleiste. Bei richtiger
Funktion der Zeitsynchronisation ist der Hintergrund
dieser Uhr grün. Durch Anklicken dieser Uhr erscheint
das Fenster" NeoClock Atomuhr" mit grünen
Buchstaben auf schwarzem Hintergrund. Bei schlechter
Funktion der Zeitsynchronisation ist der Hintergrund
dieser Uhr rot, ebenso der Hintergrund des zugehörigen
Fensters "NeoClock Atomuhr".
Wie kann man sehen, ob das Timeserver-Programm
(oder -Dienst) gestartet ist?
Nach dem Start des Timeserver-Programmes (oder Dienstes) erscheint ein kleiner Kreis mit einem "S"-Zeichen in der Taskbar. Bei richtiger Funktion ist der Hintergrund dieses Kreises grün. Bei schlechter Funktion des Programmes (oder Dienstes) ist der Hintergrund rot.
Welche Programme oder Dienste sollen auf dem Time-Server und den Time-Clients installiert werden?
Auf dem Computer, der als Time-Server dienen soll,
werden zwei Programme (oder Dienste) installiert.
Das erste empfängt die Daten des NeoClock-Empfängers
und synchronisiert damit die Uhr des Time-Servers.
Das zweite Programm verteilt Datum und Uhrzeit an
alle Time-Clients, die den Time-Server beantragt haben.
Auf allen Time-Clients des Time-Servers wird ein Programm
(oder Dienst) installiert. Dieses Programm übernimmt
die regelmäßige Zeitsynchronisation des
Computers mit dem Time-Server. Die Installation erfolgt
automatisch durch ein Installationsprogramm.
Wie kann man wissen, wieviele Time-Clients mit dem Time-Server synchronisiert wurden?
Wenn der Time-Server Dienst gestartet ist, erscheint ein Uhrensymbol mit einem "S" in der Taskleiste. Durch Anklicken dieses Symbols erscheint das NeoClock Time-Server Fenster mit der Anzahl der Time-Clients.
Stehen statistische Werte über den Empfang des DCF77-Signals zu Verfügung?
Ja, durch Anklicken des Buttons "Start"
in dem NeoClock Konfigurationspanel kann ein Statistikprogramm
gestartet werden, das statistische Werte über
den Empfang des DCF77-Signals liefert.
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