KVM-Switching -en Last Update: 09.02.2007
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Fragen und Antworten zur ePowerSwitch-Serie

Ferngesteuerte Netzschalter (Power Switch) für IP-Netze mit integriertem Webserver

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Tipps und Tricks

 

 
   


Allgemeines

Braucht man zum Bedienen des ePowerSwitch eine spezielle Software?
Nein, ein x-beliebiger, grafikfähiger Browser (z.B. Internet-Explorer, Netscape etc.) reicht aus. Lediglich zum Konfigurieren des ePowerSwitch braucht man ggf. die beiliegende Software. Man kann ihn aber auch über ein x-beliebiges Terminalprogramm konfigurieren.

Wie wird der ePowerSwitch konfiguriert?

Die Geräte können wie folgt konfiguriert werden:

  • Über die serielle Schnittstelle mit einem beliebigen Terminal-Programm
  • Über den "ePowerSwitch-Finder" - ein Windows-Programm, das alle ePowerSwitches im lokalen Netzt findet und deren Konfiguration ermöglicht. Diese Funktion ist aus Sicherheitsgründen abschaltbar
  • Über eine Browser-basierte interne Webseite. Diese Funktion ist aus Sicherheitsgründen abschaltbar

Kann man außer dem Standard-HTTP-Port 80 auch ein anderes Port konfigurieren?
Ja, man kann jedes beliebige Port einstellen.

Was passiert bei einem Stromausfall?
Der ePowerSwitch merkt sich die Schaltzustände der angeschlossenen Geräte. Nach einem Stromausfall stellt er den letzten Zustand wieder her. Dabei schaltet er die einzelnen Geräte kurz verzögert nacheinander - um Einschaltspitzen zu vermeiden.
Neuere ePowerSwitche (mit der Bezeichnung "Guard") gestatten außerdem das Einstellen eines festen Zustandes nach Stromausfall: "Wie vorher", "Aus" oder "Ein".

Manche Server sind nach Stromunterbrechung abgeschaltet - was tun?
Dafür müsste es im BIOS eine Einstellmöglichkeit geben. Leider sieht das bei jedem BIOS anders aus. Suchen Sie nach:

- "PWRON after PWR-Fail" oder
- "Power Loss Recovery" oder
- "Power Failure Recovery" oder ähnlichem

Da gibt es dann "Always On" oder so ähnlich. Wählen Sie diese Option.

Wie lang dürfen die seriellen Kabel zum PC sein?
Aus EMV-Gründen ist die Länge auf 3 Meter begrenzt. Das heißt nicht, dass größere Längen in vielen Fällen nicht trotzdem funktionieren. Wir können das jedoch nicht befürworten oder garantieren. Es hängt auch sehr stark von den Kabeln und den Umgebungsbedingungen ab.
Hinweise:

  • Beim ePowerSwitch-M/S muss jeweils die Summe aller Einzelkabel gerechnet werden
  • Bei serieller Ansteuerung von ePowerSwitch X Satellten vom PC aus (oder anderem seriellen Gerät) gilt die Beschschränkung auf ca. 3-10 Meter nur für das Kabel vom bis zum ersten Slave.

Haben die ePowerSwitches inen eingbauten Timer?
Nur die ePowerSwitch X Serie hat eine Timerfunktion. Für die anderen Geräte kann man dies mit einem selbstgeschriebenen Programm realisieren. Ein Beispiel dafür findet man hier auf der Webseite von Dr. Ulrich Wild.

.Ansteuerung über Modem

Wie funktioniert das?
Im ePowerSwitch ist auf der seriellen Schnittstelle einen Dialog mit einem Terminal-Programm integriert, welches normalerweise auf einem PC läuft. So lässt sich der ePowerSwitch konfigurieren und auch schalten. Diese Kommunikation kann auch über ein Modem am ePowerSwitch und ein Modem an einem remote PC erfolgen, auf dem ein Terminalprogramm läuft.

Was ist dabei zu beachten?

  1. ePowerSwitch macht keinen Hardware-Handshake mit dem Modem. Es ist also ein spezielles Kabel erforderlich, welches die entsprechenden Signaleingänge des Modems bedient.
    Ein solche Kabel gibt es bei uns unter der Bezeichnung WV PP DS 642 (Modem mit 25-pol Buchse) oder WV PP DS 643 (Modem mit 9-pol Buchse).
  2. Das lokale Modem muss konfiguriert werden auf: 9600 Baud, 8 Daten-Bits, 1 Stop-Bit, No Parity. Dazu schließt man am besten das Modem an einen PC an, startet ein Terminal Programm, konfiguriert dieses auf 9600 Baud, 8 Daten-Bits,1 Stop-Bit, No Parity und nimmt Verbindung mit dem Modem auf. Das Modem lernt dann die aktuelle Einstellung. Anschließend gibt man das Kommando "ATS0=1&W". Dies speichert die aktuelle Einstellung im Modem permanent.
  3. Das remote Modem muss ebenfalls konfiguriert wenden auf: 9600 Baud, 8 Daten-Bits, 1 Stop-Bit, No Parity. Das macht man von dem Terminal-Programm des remote PCs.

Wie sieht es dann mit der Security aus?
Das Modem sollte entsprechende Security Features haben wie: Passwort und/oder Call-Back. Wir empfehlen z.B. das BM-1000 Pro von Blatzheim.

Mit welchen ePowerSwitchen geht das mit der Modemeinwahl?
Mit ePowerSwitch M8, ePowerSwitch-8 Guard, ePowerSwitch D4, ePowerSwitch-4 (alle Varianten). Es geht mit allen Modellen, die über ein Terminal-Programm konfigurierbar sind.

Ist dazu ein Software Upgrade nötig?
Nein.
.

Guard-Funktion

Was ist die Guard-Funktion?
Die Guard-Funktion ist eine (abschaltbare) Zusatzfunktion . Die Guard-Funktion überprüft ständig die angeschlossenen Server über die Ethernet-Verbindung. Erkennt die Guard-Funktion, dass der angeschlossene Server abgestürzt ist, schaltet sie diesem den Strom ab und bootet ihn automatisch neu. Dabei werden Reaktionszeiten erreicht, wie sie selbst bei ständiger "bemannter" Überwachung kaum zu erzielen sind. Somit ist eine optimale und vorhersehbare Verfügbarkeit garantiert. Zur Erkennung der Funktionstüchtigkeit des Servers geht der ePowerSwitch Guard nach den gleichen Methoden vor wie menschliche Administratoren: "Ping" und "Port Scan".

Wie verhindert man, dass ein Server fälschlicherweise neu gebootet wird?
Es ist für jeden angeschlossenen Server getrennt einstellbar:

  • Ob man mit Ping und/oder Port Scan arbeiten will
  • Das Intervall der Abfrage - z.B. alle 10 Sekunden
  • Wieviele erfolglose Abfragen (ohne Antwort) zu einem Neustart des Servers führen sollen
  • Eine anschließende, zusätzliche Wartezeit
  • Wieviel Zeit man dem Server nach dem Neustart gibt, ehe die Guard-Funktion wieder einsetzt

Man kann also selbst bestimmen, wie "scharf" die Erkennung für den Absturz gemacht wird.

Wie sicher ist die Erkennung eines Absturzes?
Nun, da ist die Frage: Was heißt Absturz? Die Guard-Funktion kann z.B. nicht erkennen, ob eine Applikation "abgestürzt" ist. Andererseits deutet das plötzliche Nichtanworten auf einem Port oder gar auf einen Ping schon auf eine elementare Störung des Systems.


ePowerSwitch M/S

Beim Master/Slave-Betrieb - wie funktioniert die Anwahl der Geräte?
Sie geben nur das entsprechende Passwort ein und werden an das Gerät weitergeleitet. Ist das ein Administrator-Passwort, so sehen Sie alle acht Anschlüsse und können sie steuern. Ist das Passwort nur für eine bestimmte Steckdose (im Master oder irgendeinem Slave), so werden Sie auf genau diese Steckdose geführt und können nur diese sehen und bedienen.

Beim Master/Slave-Betrieb - was passiert, wenn der Master ausfällt oder stromlos wird?
Die Slaves behalten den letzten Schaltzustand bei. Sie sind dann jedoch nicht mehr steuerbar.

Beim Master/Slave-Betrieb - was passiert, wenn einer der Slaves ausfällt oder stromlos wird?
Sowohl der Master wie auch die anderen Slaves bleiben voll funktionstüchtig


ePowerSwitch X

Wie lang kann die Entfernug zwischen Master und den Satellites sein?
Der X Control Bus verwendet die strörungsarme serielle RS 484 Schnittstelle, die theoretisch über 1200 Meter gehen kann. In der Praxis wird die maximale Entfernung jedoch von 2 Faktoren begrenzt:

1) Erdpotential-Unterschiede zwischen den Geräten
Hier lässt die RS 485 Spannungsdifferenzen von -7 Volt bis +12 Volt zu. Hier kommt es nicht so sehr auf die Kabellängen an sondern auf die Qualität der Elektroverkabelung.

2) Elektromagnetische Störungen entlang der Verkabelung

Wie verkabelt man die Verbindung zwischen Master und Satellites?
Im einfachsten Fall durch simples, ungeschirmtes 4-adriges Telefonkabel. Man kann dabei die bestehende Telefonverkabelung nutzen. Bei größeren Installationen und Kabellängen ist es eleganter, flexibler und sicherer, die bestehende Ethernet Verkabelung zu nehmen (CAT5/CAT6) - ggf. über Patchfelder.

 
   
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Tipps & Tricks

Wechsel des ePowerSwitch bei gleicher IP-Adresse
Wenn Sie einen ePowerSwitch austauschen und dem Gerät die gleiche IP-Adresse geben, funktioniert dies zuerst nicht. Das hat nichts mit dem Gerät zu tun. Grund: Das andere Gerät hat eine andere MAC-Adresse. Gehen Sie in das ARP-Protokoll (Windows) und löschen Sie die Zuordnung mit "arp -d" - oder warten Sie 2- bis 10 Minuten.

Schutz der eingebauten Relais
1. Schließen Sie USVs vor und nicht nach dem ePowerSwitch an! Der Einschaltstrom von USVs kann sehr hoch sein und die eingebauten Relais schädigen.

2. Schließen Sie möglichst keine Steckdosenleisten an die Schaltausgänge des ePowerSwitch. Damit setzt man das "Nacheinanderschalten" der einzelnen Verbraucher außer Kraft und riskiert hohe Einschaltströme und auch ein Auslösen der Haussicherung..

 

 
 
   
   
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