FAQ Printer-Switches

Die Problematik der Bidirektionalität

Grundsätzliches

Die Druckerschnittstelle war schon immer "bidirektional". So wurden "Papier-Ende"," Störung", etc. schon immer an den Rechner zurückgemeldet. Heute versteht man darunter jedoch eine echte Kommunikation (Protokoll) zwischen beiden Geräten. Hintergrund war das Aufkommen von Parallelport-Geräten wie Tape Drives, Multifunktionsdrucker (FAX, Drucker und Scanner in einem) sowie der Wunsch nach Einsparung von Tasten am Drucker. Hauptgrund war jedoch das zentrale Management von Druckern über das Netzwerk. Dies war der Beginn der IEEE1284.
Seitdem gab es eine regelrechte Bidirektionalitäts-Euphorie, die inzwischen wegen technischer Probleme etwas abgeklungen ist.

Ihre Printer-Swiches sind nicht bidirektional. Warum?

Es ist technisch kein Problem, einen Printer Sharer bidirektional zu machen. So ist z.B. 4Print2 dafür ausgelegt - aber wir benutzen diese Bidirektionalität nicht. Bidirektionales Printer Sharing ist grundsätzlich problematisch.
(Ansonsten sind alle unsere Geräte sehr wohl bidirektional, jedoch im klassischen Sinne - d.h. Papierstau etc. werden an den Rechner gemeldet).

Wo liegt das Problem?

Das Problem liegt nicht bei den Umschaltboxen, sondern in der Kommunikation zwischen PC und Drucker. Eine Umschaltbox, egal ob automatisch oder manuell, muss zwangsläufig die Verbindung zwischen dem Drucker und einem PC unterbrechen, um eine Verbindung zu einem anderen PC herzustellen. Das ist ihre Aufgabe. Dabei unterbricht sie zwangsläufig auch die Kommunikation.
Der Drucker kommuniziert dann mit einem ganz anderen Rechner - "ohne das zu wissen". Ebenso "merkt" der PC nicht, dass der Drucker zwischenzeitlich von einem anderen PC benutzt wurde und verläßt sich z.B. darauf, dass der Drucker noch richtig initialisiert ist und beginnt zu drucken.

Welche Probleme können auftreten?

Das ist nicht generell zu beantworten. Es hängt vom Modell des Druckers ab und variiert teilweise sogar mit der Versionsnummer des Druckertreibers. Das Protokoll zwischen PC und Drucker ist proprietär, abhängig vom Druckerhersteller. Auch hängt es davon ab, wieviel gedruckt wird und wie häufig der Drucker gewechselt wird. Die Fehlfunktionen können mehrmals täglich oder nie auftreten.

Werden diese Probleme durch den IEEE1284 Standard oder EPP bzw. ECP gelöst?
Nein. Die Problematik ist erst durch IEEE1284 entstanden. Die IEEE1284 hat zwar den Betrieb von bis zu 64 Peripheriegeräten an einem PC vorgesehen, aber nicht den umgekehrten Fall. LEUNIG hat sich hier nicht durchsetzen können. Es ist hier auch keine Änderung abzusehen, weil das Komitee von Druckerherstellern dominiert wird, die hier naturgemäß keinen Handlungsbedarf sehen.

Ist nicht USB die Lösung?

Nein. Hier tritt die gleiche Problematik auf.

Was empfehlen Sie also bei der Parallelschnittstelle?

Schalten Sie im Druckertreiber die Bidirektionalität aus. Wegen der bekannten Problematik geht das heute bei allen namhaften Druckerherstellern. Manche Druckertreiber machen dies inzwischen automatisch bei der Installation. Die Einbußen an Komfort, die man dabei hat, sind bei den meisten Druckern leicht erträglich. Natürlich gibt es Spezialdrucker und Multifunktionsdrucker, die nur bidirektional betrieben werden können.